Bohnenwerk — Mobiles Kaffee-Catering.
Businessplan zur Vorlage bei der Agentur für Arbeit (Gründungszuschuss) und der Hausbank.
1Zusammenfassung
Bohnenwerk bringt Spezialitätenkaffee dorthin, wo Menschen zusammenkommen: Mit einer mobilen Espresso-Bar (ausgebauter Anhänger) beliefere ich Firmenevents, Hochzeiten und Messen in der Region Musterstadt. Ergänzend biete ich Barista-Workshops und ein monatliches Bohnen-Abo an — beides sorgt für wiederkehrende Umsätze über das Eventgeschäft hinaus.
- Fünf Erlösquellen: Firmenevent-Catering (450 €), Hochzeits-Espresso-Bar (600 €), Barista-Workshops (120 €), Bohnen-Abo (25 €/Monat), Tagesmiete der mobilen Bar (150 €).
- Kapitalbedarf 19.710 € — finanziert aus 6.000 € Eigenkapital und einem Bankdarlehen über 15.000 €.
- Ab dem dritten Monat arbeitet der Betrieb kostendeckend; Jahresgewinn nach Steuern: rund 15.500 € im ersten, 21.600 € im zweiten und 32.000 € im dritten Jahr.
Ich bin gelernte Restaurantfachfrau mit acht Jahren Berufserfahrung, davon drei als Barista und zwei als Schichtleitung im Café Kranz in Musterstadt. Den Gründungszuschuss beantrage ich vor Aufnahme der Selbstständigkeit; die Lebenshaltung der Anlaufphase ist damit und mit reduzierter Privatentnahme gedeckt.
2Geschäftsidee
2.1Produkte / Dienstleistungen
Kern des Angebots ist die mobile Espresso-Bar: ein professionell ausgebauter Anhänger mit Zweikreis-Siebträgermaschine, der auf Veranstaltungen Kaffee in Café-Qualität ausschenkt. Der Kunde bucht ein Komplettpaket (Anfahrt, Auf- und Abbau, Barista, Material) zum Festpreis. Die Workshops vermitteln Privat- und Firmenkunden die Grundlagen der Kaffeezubereitung; das Bohnen-Abo liefert monatlich frisch geröstete Bohnen einer regionalen Rösterei mit eigenem Bohnenwerk-Etikett.
2.2Kundenbedarf und -nutzen
Veranstalter wollen ihren Gästen ein hochwertiges Erlebnis bieten, ohne selbst Personal, Technik und Logistik zu organisieren. Bohnenwerk löst das mit einem einzigen Ansprechpartner und Festpreisen — kalkulierbar für den Kunden, planbar für mich. Firmen nutzen die Espresso-Bar zunehmend als Mitarbeiter-Benefit („Kaffee-Tag“) und als Gesprächsanker auf Messeständen.
2.3Markt und Wettbewerb
Im Umkreis von 50 km um Musterstadt gibt es zwei vergleichbare mobile Kaffee-Anbieter, beide auf Wochenmärkte fokussiert. Im Event-Segment (Firmen, Hochzeiten) ist das Angebot dünn; Caterer führen Kaffee nur als Nebenleistung ohne Barista-Qualität. Meine Differenzierung: Spezialitätenkaffee, feste Pakete mit transparenten Preisen und die Kombination aus Event, Workshop und Abo, die Kunden über den Termin hinaus bindet.
3Kunden
3.1Zielgruppen
- Firmen (60 % des Umsatzes): Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in der Region — Events, Messen, Mitarbeiter-Aktionen. Entscheider: Office-Management, HR, Marketing.
- Privat (30 %): Hochzeiten und Feiern, Buchung 3–9 Monate im Voraus über Empfehlungen und Hochzeitsportale.
- Kaffee-Interessierte (10 %): Workshop-Teilnehmer und Abo-Kunden — Einstieg oft über einen Event-Kontakt.
3.2Vertriebswege
Direktvertrieb über die eigene Website mit Buchungsanfrage, Präsenz auf zwei regionalen Hochzeitsmessen pro Jahr, Kooperationen mit drei Eventlocations (Empfehlungsprovision 10 %) sowie gezielte Ansprache von 50 Firmen im Gewerbegebiet Musterstadt im ersten Halbjahr.
3.3Kundenbindung
Nach jedem Event erhalten Gastgeber ein Angebot für Workshop oder Bohnen-Abo. Firmenkunden bekommen einen Jahres-Rahmenpreis bei mindestens drei Buchungen. Das Abo ist monatlich kündbar — Bindung entsteht über Qualität, nicht über Laufzeiten.
4Unternehmen
4.1Gründerin
Mara Beispiel, 31, Restaurantfachfrau (IHK), acht Jahre Gastronomie-Erfahrung, davon drei als Barista (SCA-Zertifikat Level 1+2) und zwei als Schichtleitung mit Personal- und Bestellverantwortung. Kaufmännische Grundlagen aus der Ausbildung; Buchhaltung übernimmt ein Steuerbüro (120 €/Monat eingeplant).
4.2Mitarbeiter
Start ohne Personal. Ab dem zweiten Jahr ist eine Aushilfe auf Minijob-Basis für parallele Buchungen an Wochenenden vorgesehen (in der Planung Jahr 2/3 über den Kosten-Steigerungsfaktor berücksichtigt).
4.3Partner
Rösterei Muster & Söhne (Bohnenlieferung, Co-Branding), drei Eventlocations (Empfehlungen), Verleihservice für Zusatzmobiliar. Alle Vereinbarungen liegen schriftlich vor bzw. sind zum Start unterschriftsreif.
4.4Standort
Home-Office plus angemieteter Stellplatz mit Stromanschluss für den Anhänger (150 €/Monat, im Kostenplan enthalten). Einsatzradius 50 km um Musterstadt.
4.5Rechtsform und Vorschriften
Einzelunternehmen (Gewerbeanmeldung). Erforderlich und eingeplant: Gesundheitsbelehrung nach § 43 IfSG, Lebensmittelhygiene-Schulung, Betriebshaftpflicht, Kfz-Zulassung des Anhängers, GEMA bei öffentlichen Veranstaltungen. Die Kleinunternehmerregelung wird nicht genutzt — Ausweis der Umsatzsteuer ab dem ersten Tag.
4.6Risiken
- Saisonalität (Hochzeiten Mai–Oktober): ausgeglichen durch Firmenevents und Workshops im Winterhalbjahr.
- Technikausfall: Wartungsvertrag und Rücklage (75 €/Monat); Ersatzmaschine über die Rösterei leihbar.
- Ausfall der Gründerin: Krankentagegeld ab Tag 22; Buchungen mit Storno-Klausel.
- Nachfrage-Risiko: Der Plan rechnet konservativ; schon 60 % der geplanten Auslastung decken alle betrieblichen Kosten.
5Finanzen
Alle Detailrechnungen: siehe Rentabilitätsvorschau (Blätter Investitionen, Private Kosten, Betriebliche Kosten, Stundenverrechnungssatz, Absatzplan, Rentabilität, Liquiditätsplan) — im Dashboard vollständig bearbeitbar hinterlegt.
5.1Umsatz
Der Absatzplan startet bewusst vorsichtig (Monat 1: 815 €) und wächst mit Empfehlungen und Messeauftritten auf 6.020 € in Monat 12. Umsatz Jahr 1: 48.575 €; mit Faktor 1,2 bzw. 1,3 geplant: Jahr 2 ≈ 58.300 €, Jahr 3 ≈ 75.800 €.
5.2Kosten
Betriebliche Kosten 1.290 €/Monat (u. a. Stellplatz 150 €, Werbung 250 €, Steuerberatung 120 €, Versicherungen 150 €, Abschreibungen 140 €). Wareneinsatz: 22 % vom Umsatz. Steuern sind vereinfachend mit rund 29,8 % auf das Betriebsergebnis zurückgestellt — bewusst konservativ.
5.3Privat
Private Lebenshaltung: 2.648 €/Monat (Blatt „Private Kosten“). In den ersten sechs Monaten reduziere ich die Entnahme auf 1.500 €; die Differenz deckt der Gründungszuschuss (Phase 1: ALG I zzgl. 300 €, danach 300 € Pauschale).
5.4Kapitalbedarf & Finanzierung
| Position | Betrag |
|---|---|
| Anlagevermögen (Espressomaschine, Anhänger inkl. Ausbau, Website) | 17.600 € |
| Umlaufvermögen (Erstausstattung, Start-Marketing) | 1.700 € |
| Gründungskosten (Anmeldung, Beratung) | 410 € |
| Kapitalbedarf gesamt | 19.710 € |
| Eigenkapital | 6.000 € |
| Bankdarlehen (5 Jahre, im Kostenplan: Zins 45 €/Monat) | 15.000 € |
| Finanzierung gesamt | 21.000 € |
5.5Rentabilität
| Jahr 1 | Jahr 2 | Jahr 3 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 48.575 € | 58.290 € | 75.777 € |
| Kosten gesamt (inkl. Wareneinsatz) | 26.167 € | 27.475 € | 30.222 € |
| Gewinn nach Steuer-Rückstellung | 15.492 € | 21.625 € | 31.968 € |
Bereits ab Monat 3 ist das monatliche Betriebsergebnis positiv.
5.6Liquidität
Der Liquiditätsplan bleibt in allen zwölf Monaten positiv; der engste Punkt liegt im Startmonat (rund 830 € Endbestand in Monat 1, ab Monat 4 über 2.300 €). Puffer entstehen durch das Bankdarlehen im Startmonat und die reduzierte Privatentnahme der Anlaufphase; als zusätzliche Reserve ist ein Kontokorrentrahmen von 2.000 € mit der Hausbank vorgesehen.
6Anhang
- Rentabilitätsvorschau (alle Tabellenblätter, bearbeitbar im TrioConsens-Dashboard)
- Lebenslauf und Zertifikate der Gründerin
- Angebot Anhänger-Ausbau, Preisliste Rösterei, Kooperationszusagen der Locations
- Fachkundige Stellungnahme (IHK) — wird zum Antrag beigefügt
Dieses Dokument ist ein Muster mit frei erfundenen Beispielwerten („Bohnenwerk“, Mara Beispiel). Es zeigt Aufbau und Detailtiefe, die Agentur für Arbeit und Banken erwarten. Ersetze alle Inhalte durch deine echten Angaben — die Zahlen übernimmst du aus deiner Rentabilitätsvorschau. Steuer- und Förderangaben sind vereinfachte Näherungen, keine Steuer- oder Rechtsberatung.
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